đŸŒ± Maiwipfel, Fichtenwipfel, Tannenwipfel

Alles neu macht der Mai. Das gilt auch im Wald. Jetzt wachsen an den Tannenzweigen die Wipfel, die den NadelbĂ€umen bei der Fortpflanzung helfen. Diese sind aber nicht nur fĂŒr den Baum nĂŒtzlich…

Der Wald erscheint in diesem Monat fast zweifarbig. Zum DunkelgrĂŒn der Tannenzweige gesellt sich ein hellgrĂŒner, frischer Farbton, das sind die Wipfel.

An den Spitzen der Zweige wachsen sie und helfen dem Baum bei seinem Wachstum. Außerdem enthalten die Wipfel wertvolle Inhaltsstoffe, die auch fĂŒr den Menschen nĂŒtzlich sein können.

„Guten Morgen Frau Fichte, hier bring ich dir die Gichte“

Besonders die Fichte und ihre Wipfel (in Österreich auch Wipferl) hat es dem Menschen angetan. Jemand der an Rheuma leidet soll seine leiden einem Volksglsauben nach zur Fichte bringen und ihr diese ĂŒbertragen.

Besonders gut helfen die Inhaltsstoffe der Fichtenwipfel bei Husten und ErkĂ€ltungskrankheiten. Fichtentinktur oder Sirup wirkt dabei desinfizierend auf die Atemwege. Ein Bad mit den Wipfeln, auch „Maiwipferlbad“ genannt, regt die Haut und das Nervensystem an. VerstĂ€rken kann man die Wirkung, wenn man nach dem Vollbad eine stunde Bettruhe einhĂ€lt.

ImmergrĂŒne BĂ€ume hatten bereits fĂŒr die keltischen Druiden eine wichtige Bedeutung. Die Zweige, so auch der Weihnachtsbaum, bringen im trostlosen, kalten Winter etwas GrĂŒn in die Wohnung und erinnern daran, dass das GrĂŒn der Natur im FrĂŒhling zurĂŒckkehren wird.

Beim Sammeln bitte beachten! Der zustÀndige Förster sollte das Sammeln der Wipfel zuerst genehmigen! Niemals Wipfel von JungbÀumen sammeln. Sie brauchen die Triebe selbst besonders dringend!

Neben den Wipfeln wird auch das Harz des Baumes in der Naturheilkunde verwendet. Anwendung findet das erhĂ€rtete Harz zum Beispiel bei energetischen RĂ€ucherungen. Aus dem Holzteer hat man frĂŒher das echte „Pech“ gewonnen und die Harztropfen konnte man sogar wie Kaugummi kauen.

Rezept fĂŒr Wipferlsirup

Was ihr braucht:

  • Wipferl
  • brauner Rohrzucker

Zubereitung:

FĂŒr den Wipferlsirup werden die Wipferl im Wechsel mit braunem Rohrzucker in ein verschliesbares Glas, vorzugsweise Einmachglas, geschichtet. Die Wiperl-Schichten sollten dabei etwa doppelt so hoch sein wie die Zuckerschichten. Die obere Schicht sollte Zucker sein, das beugt Schimmel vor.

Im verschlossenen Glas sollte der Sirup mindestens 3 Monate reifen und dabei kĂŒhl und trocken gelagert werden. Bis zum Winter ist er also rechtzeitig fertig.

Veröffentlicht von natural_philipp

mit der Natur verbunden

3 Kommentare zu „đŸŒ± Maiwipfel, Fichtenwipfel, Tannenwipfel

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