đŸŒ± Mach mal Pause! – Gedanken zu Corona

Ich beobachte, dass viele Menschen in dieser Coronazeit stĂ€ndig den Drang verspĂŒren produktiv sein zu mĂŒssen. Viele halten die entstehende Ruhe und Leere nur schwer aus, dabei kann diese auch ein Geschenk sein.

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ZurĂŒck zu mir

Diese Zeit lĂ€dt uns in einem nie dagewesenen Ausmaß dazu ein, zu uns selbst zurĂŒck zu finden. Im ĂŒblichen Jahreskreis schaffen wir das nur im Winter, wenn die Tage kĂŒrzer werden, es kalt wird und wir mehr Zeit in den eigenen vier WĂ€nden verbringen.
Ich sehe es ein StĂŒck weit als Geschenk. Wir können uns sammeln, Gedanken einordnen und uns vielleicht sogar ganz neu erfahren. Wir haben mehr Zeit fĂŒr Familie und Freunde. Die Beziehungen zu nahestehenden Menschen werden intensiver. Jedoch muss dabei auch das RuhebedĂŒrfnis des Einzelnen beachtet werden. Jeder braucht auch einmal Zeit fĂŒr sich.

Positives Denken, das Bleiben in der inneren Mitte, Selbstkontrolle, mentale StĂ€rke und die daraus resultierende Freude kann aber natĂŒrlich trainiert werden. In der Schule lernen wir darĂŒber leider nichts, ist es doch aber wesentlich wichtiger im Leben, als Wurzelrechnen und das Verfassen von Buchbeschreibungen.

Die Basis fĂŒr diese positive Einstellung ist wohl Dankbarkeit. Gerade in Krisenzeiten ĂŒbt es sich gut dankbar zu sein, fĂŒr das, was da ist. Dankbar fĂŒr das Dach ĂŒber dem Kopf, dankbar fĂŒr die Zeit, die man sich fĂŒr sich selbst nehmen kann, dankbar fĂŒr die eigene Gesundheit, fĂŒr ausreichend Essen und Trinken, dankbar fĂŒr die Möglichkeit der Kurzarbeit und den eigenen Job dadurch nicht zu verlieren, dankbar aber auch fĂŒr die Gesundheit und das Wohlergehen der Mitmenschen, der eigenen Familie und Verwandtschaft und die Dankbarkeit fĂŒr die Vorteile des Internets, wie die Streamingdienste und die Möglichkeit mit nahestehenden Menschen, zumindest per Videochat, verbunden sein zu können.

Wir lernen aber auch wieder uns auf uns und auf das Wesentliche zu konzentrieren. Wir entdecken lĂ€ngst vergessene Talente, Interessen und Hobbys wieder. Die einen greifen wieder zur Handarbeit, zeichnen, spielen mit der Modelleisenbahn. Andere haben wieder Zeit fĂŒr Brettspiele, dafĂŒr endlich diese BĂŒcher zu lesen, die sie immer lesen wollten.

Diese RĂŒckbesinnung, die hierbei entsteht kennen wir sonst nur von familiĂ€ren BrĂ€uchen, wie zum Beispiel jene rund um das Weihnachtsfest. BrĂ€uche, welche uns Sicherheit geben und oft auch geregelte AblĂ€ufe. Die meiste Zeit des Jahres konzentrieren wir uns darauf, auf neue EindrĂŒcke, die schnelle Entwicklung und allgemein die Schnelllebigkeit zu reagieren und dabei vor allem noch mitzukommen. Wir wissen, dass das manchmal gar nicht so einfach ist. Diese Schnelllebigkeit verursacht Stress und Unsicherheit. In Zeiten von Corona wird unser eigenes Leben entschleunigt. Gleichzeitig mĂŒssen wir aber Unmengen an Informationen verarbeiten, die auf uns hinein prasseln. TĂ€gliche neue Maßnahmen, tĂ€glich neue Pressekonferenzen und Hiobsbotschaften, tĂ€glich alles anders und dazu noch die kollektive Angst und Unsicherheit. Es braucht auch Zeit all das zu verarbeiten. Ich nehme mir diese Zeit, mach mal Pause, schalte ab!

Veröffentlicht von natural_philipp

mit der Natur verbunden

Ein Kommentar zu “đŸŒ± Mach mal Pause! – Gedanken zu Corona

  1. das hast du super geschrieben, und sehr ehrlich, fĂŒhlt sich das an. aber: „canasta“ hast vergessen 🙂 !
    ich empfinde das genauso, wobei ich bedauerlicherweise nach den öffnungen corona mĂ€ssig sofort wieder diese unfassbare betriebsamkeit feststellen musste und – was auch meiner meinung nach schwierig ist – das nachholen von angeblich versĂ€umten dingen. hmh. wie kann man leben nachholen? ja vielen gedanken. aber gut gemacht. weiter so.

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