Deshalb ist Petersilie die Giftpflanze des Jahres 2023

Um auf die Giftigkeit des Küchenkrauts aufmerksam zu machen, wurde die Petersilie zur Giftpflanze des Jahres 2023 gewählt. Doch keine Sorge. Das heißt nicht, dass du jetzt nie wieder Petersilie essen darfst. Was genau die Petersilie giftig macht, werden wir uns in diesem Beitrag genau ansehen.

Auch ich habe bislang nicht gewusst, dass Petersilie giftig sein kann.

Philipp Belschner (Bloginhaber)

„Ich habe mich schon viel mit Pflanzen und Kräutern auseinandergesetzt, umso überraschter war ich, als ich von der diesjährigen Giftpflanze des Jahres gelesen habe. Auch ich habe bislang nicht gewusst, dass Petersilie giftig sein kann, aber man erfährt immer wieder etwas neues über die wunderbare Welt der Pflanzen.“

Wahrscheinlich verwendet die Petersilie fast jeder regelmäßig in der Küche, um Speisen zu verfeinern. Viele dürften das Kraut mit seinem unverwechselbaren Geschmack im Garten, oder auf dem Balkon stehen haben und sich jetzt zurecht wundern, dass Petersilie eine Giftpflanze sein kann. Aber zur allgemeinen Beruhigung: Die meisten unter uns werden die Petersilie auch nach dem Lesen dieses Artikels wie bisher weiternutzen können. Interessant ist es aber natürlich trotzdem zu erfahren, wann Petersilie letztlich tatsächlich Giftstoffe entwickelt.

Auf den richtigen Zeitpunkt kommt es an

Wie so oft im Leben spielt auch hier das Timing eine entscheidende Rolle. Denn die Petersilie entwickelt nur ab einem bestimmten Zeitpunkt die Giftstoffe, die sie letztlich zur Giftpflanze werden lässt. Petersilie ist eine zweijährige Pflanze. Die Rosetten, die wir zum Kochen verwenden entstehen im ersten Jahr. Erst im zweiten Jahr beginnt die Pflanze dann zu blühen und nach der Blüte entstehen die Petersiliensamen, die die Pflanze zur Vermehrung braucht. Wenn du also noch nie die Blüten einer Petersilie gesehen hast, weil du das Kraut benutzt, bevor es zu blühen beginnt, dann hast du alles richtig gemacht.

Das Öl in den Samen enthält das Gift

Die Samen der Petersilie, die nach der Blüte entstehen, enthalten das Gift Apiol. Es ist durchaus naheliegend, dass das Gift der Pflanze ausgerechnet in den Samen zu finden ist. Da die Samen zur Fortpflanzung benötigt werden, entwickeln Pflanzen häufig gerade hier das Gift um sich vor Fressfeinden zu schützen. Apiol selbst kann Beschwerden im Uterus, im Darm und in der Blase hervorrufen. Die Dosis macht hierbei bekanntlich das Gift, am sichersten ist es aber ganz auf den Verzehr der Samen zu verzichten. Eine Überdosis kann auch schwere Folgen für Leber und Nieren haben. Da diese Organe für die Entgiftung des Körpers zuständig sind, kommen sie direkt mit dem Gift in Kontakt. Am besten ist es also die Petersilie im ersten Jahr zu benutzen, wenn sich noch keine Knospen oder gar Blüten entwickelt haben. Sind diese aber erst einmal da, ist von einem Verzehr dringend abzuraten. Bei Verdacht auf eine Vergiftung suche bitte schnellstmöglich ärztlichen Rat.

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Veröffentlicht von natural_philipp

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2 Kommentare zu „Deshalb ist Petersilie die Giftpflanze des Jahres 2023

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